Belegvergleich

Amazon Web Services und Google Cloud Platform: was zu beiden öffentlich belegt ist

Beide Produkte stehen regelmäßig auf denselben engeren Auswahllisten im Bereich Cloud und souveräne Cloud. Diese Seite legt ihre beiden Belegbestände nebeneinander: 48 Belege zu Amazon Web Services und 55 zu Google Cloud Platform, jeder mit der Quelle, aus der er stammt. Ein Sieger wird hier nicht ausgerufen, und der nächste Abschnitt erklärt, warum sich die Zahlen nicht voneinander abziehen lassen.

So sind die Zahlen zu lesen

Mehr Meldungen heißt nicht unsicherer. Ein Schwachstellenregister hält fest, was Forschende gefunden und was der Anbieter offengelegt hat. Ein Produkt, das in Tausenden Organisationen läuft und einen funktionierenden Offenlegungsprozess hat, sammelt weit mehr Einträge als eines, das niemand prüft. Eine niedrige Zahl kann für eine kleine Installationsbasis stehen, für ein junges Produkt oder für einen Anbieter, der wenig veröffentlicht. Eine hohe Zahl steht oft für das Gegenteil.

Die beiden Zahlen sind unterschiedlich genau gemessen. Eine Meldung wird einem Anbieter erst zugerechnet, wenn das Register sie namentlich an eines seiner Produkte bindet, und darin unterscheiden sich Anbieter erheblich. Hier klafft die Lücke zwischen 29 nicht zuordenbaren Einträgen bei Amazon Web Services und 9 bei Google Cloud Platform, und das verschiebt die Meldungszeile stärker als die Produkte es tun. Beide Zahlen stehen in der Tabelle, damit dieser Unterschied sichtbar ist statt versteckt.

Nehmen Sie diese Seite als zwei Bestände nebeneinander, nie als eine Punktzahl minus der anderen.

Die beiden Bestände nebeneinander

KennzahlAmazon Web ServicesGoogle Cloud Platform
Belege im BestandUmfang des Bestands, kein Qualitätssignal.4855
Quellenarten55
Den Produkten zugeordnete MeldungenMisst Prüftiefe und Verbreitung. Siehe den Hinweis darüber.031
Registereinträge ohne ZuordnungEinträge, die den Anbieter nennen, ohne sich einem seiner Produkte zuordnen zu lassen, und die deshalb aus der Zeile darüber herausfallen. Lesen Sie beide Zeilen zusammen: Wo diese Zahl hoch ist, benennen die Register die Produkte dieses Anbieters uneinheitlicher, und die Meldungszahl darüber sagt mehr über Benennung als über das Produkt.299
Davon im CISA-Katalog bekannt ausgenutzter SchwachstellenAusnutzung in freier Wildbahn beobachtet. Die eine Zahl, die genaues Hinsehen lohnt.00
Anteil aus staatlichen Registern60%85%
Anteil, den der Anbieter nicht ändern kann98%100%
Öffentliche Diskussionen aus der PraxisSpiegelt die Größe der Nutzergemeinde ebenso wie das Verhalten des Produkts.100
Neuester Eintrag28. Juli 202614. Juli 2026
Quellen zuletzt neu abgefragt28. Juli 202617. Juli 2026

Woher die beiden Bestände stammen

Die Register und Plattformen hinter jeder Spalte, jeweils mit der Stelle, die sie betreibt. Ein Bestand, der auf staatlichen Registern ruht, wiegt anders als einer, der auf der Dokumentation des Anbieters ruht. Deshalb steht das je Anbieter und nicht zusammengefasst.

Amazon Web Services

QuelleBetreiberEinstufungBelegeNeuester Beleg
European Vulnerability DatabaseENISA, Europäische UnionAmtlich2801. Juli 2026
CERT-Bund SicherheitshinweiseBSI, Bundesrepublik DeutschlandAmtlich131. Okt. 2024
Diskussionen aus der EntwicklungHacker News, öffentliche BeiträgeUnabhängig1624. Mai 2026
Analysten, Bewertungen und NachschlagewerkeAnerkannte Analysten, Bewertungsplattformen und FachpresseUnabhängig228. Juli 2026
Dokumentation des AnbietersWebsite des Anbieters, von nexalign erfasstAnbieterangabe115. Juni 2026

Google Cloud Platform

QuelleBetreiberEinstufungBelegeNeuester Beleg
CERT-Bund SicherheitshinweiseBSI, Bundesrepublik DeutschlandAmtlich2014. Juli 2026
European Vulnerability DatabaseENISA, Europäische UnionAmtlich1913. Juli 2026
National Vulnerability DatabaseNIST, US-HandelsministeriumAmtlich813. Juli 2026
Diskussionen aus der EntwicklungHacker News, öffentliche BeiträgeUnabhängig608. Apr. 2026
Analysten, Bewertungen und NachschlagewerkeAnerkannte Analysten, Bewertungsplattformen und FachpresseUnabhängig219. Juni 2026

Dokumentierte Schwachstellen

Aufgeführt wird ein Eintrag nur, wenn ein strukturelles Merkmal ihn an ein Produkt des genannten Anbieters bindet: ein Verweis auf eine Adresse des Anbieters selbst, der Anbieter als die Stelle, die die CVE-Nummer vergeben hat, oder die Liste der betroffenen Produkte, in der er genannt ist. Einträge, die einen Anbieter nur nebenbei erwähnen, fehlen in beiden Spalten.

Amazon Web Services

In den abgefragten Registern ließ sich keine Schwachstellenmeldung einem Produkt dieses Anbieters zuordnen. Das ist eine Aussage über die Register, nicht über die Sicherheit der Produkte, und keine Unbedenklichkeitsbescheinigung.

Google Cloud Platform

  • WID-SEC-2026-2297highCVSS 9.914. Juli 2026

    Affected products: Google Cloud Platform

  • CVE-2026-14934criticalCVSS 9.413. Juli 2026

    A Missing Authorization vulnerability in the repository creation functionality in Google Cloud BigQuery, Dataform and Colab Enterprise, in the versions between October 2025 and May 10th…

  • CVE-2026-12879mediumCVSS 5.909. Juli 2026

    An Improper Input Validation vulnerability in BigQuery DAO in Google Cloud Apigee versions prior to 2026-06-12 on Google Cloud Platform allows an authenticated attacker to exfiltrate…

  • WID-SEC-2026-2009highCVSS 8.802. Juli 2026

    Affected products: Amazon Linux 2, Fedora Linux, SUSE openSUSE, Google Cloud Platform

  • WID-SEC-2026-2087highCVSS 8.726. Juni 2026

    Affected products: Google Cloud Platform

  • CVE-2026-4764criticalCVSS 9.411. Juni 2026

    A Missing Authorization vulnerability in the playbook import functionality in Dialogflow CX on Google Cloud Platform allows an authenticated user with specific roles to escalate privileges…

Was aus der Praxis berichtet wird

Öffentliche Diskussionen, die das jeweilige Produkt im eigenen Titel nennen. Nach Stimmung wird nichts ausgewählt, und eine laute Diskussion ist die Erfahrung eines Teams und keine Messung.

Amazon Web Services

  • Hacker News24. Mai 2026Unabhängig

    Amazon Web Services – Four Years and Out

    news.ycombinator.com

  • Hacker News21. Feb. 2026Unabhängig

    An AI coding bot took down Amazon Web Services

    news.ycombinator.com

  • Hacker News20. Feb. 2026Unabhängig

    An AI coding bot took down Amazon Web Services

    news.ycombinator.com

  • Hacker News20. Okt. 2025Unabhängig

    How much Anthropic and Cursor spend on Amazon Web Services

    news.ycombinator.com

  • Hacker News07. Aug. 2025Unabhängig

    Amazon Web Services gives the Trump admin $1B coupon

    news.ycombinator.com

Google Cloud Platform

Aus Quellen dieser Art liegt nichts vor.

Was keiner der beiden Bestände beantwortet

Die beiden Listen unten sind die ehrlichen Lücken der jeweiligen Bestände. Alles, woran eine Entscheidung zwischen diesen beiden wirklich hängt, liegt außerhalb von beiden.

Amazon Web Services

  • 29 Registereinträge erwähnen Amazon Web Services, keiner davon ließ sich einem Produkt von Amazon Web Services zuordnen. Sie beschreiben Software anderer Anbieter und werden hier nicht aufgeführt.
  • Preise, Vertragsbedingungen, Kündigungsfristen und Supportzusagen stehen in keinem öffentlichen Register. Sie kommen vom Anbieter und gehören in die Verhandlungsakte.
  • Zertifizierungen wie ISO 27001, SOC 2 oder BSI C5 müssen Sie gegen das aktuelle Zertifikat und dessen ausgewiesenen Geltungsbereich prüfen. Ein gültiges Zertifikat kann genau das Produkt ausnehmen, das Sie beschaffen wollen.

Google Cloud Platform

  • Weitere 9 Registereinträge erwähnen Google Cloud Platform, ohne ein Produkt von Google Cloud Platform als betroffen zu nennen. Sie bleiben außen vor, statt als Schwachstellen mitgezählt zu werden.
  • In den erfassten Foren und Diskussionsplattformen wurde nichts Öffentliches gefunden, das Google Cloud Platform nennt. Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb sind in diesem Bestand damit nicht abgebildet.
  • Preise, Vertragsbedingungen, Kündigungsfristen und Supportzusagen stehen in keinem öffentlichen Register. Sie kommen vom Anbieter und gehören in die Verhandlungsakte.
  • Zertifizierungen wie ISO 27001, SOC 2 oder BSI C5 müssen Sie gegen das aktuelle Zertifikat und dessen ausgewiesenen Geltungsbereich prüfen. Ein gültiges Zertifikat kann genau das Produkt ausnehmen, das Sie beschaffen wollen.

Fragen, die diese Seite beantwortet

Was ist besser, Amazon Web Services oder Google Cloud Platform?

Das beantwortet diese Seite nicht, und keine öffentliche Seite kann es. Besser existiert nur im Verhältnis zu einer Entscheidung: Welche Kriterien zählen, wie schwer jedes wiegt, was ein Ausschlusskriterium ist und neben welchen Systemen das Produkt laufen muss. Was Sie hier bekommen, sind die Belege zu beiden, 48 zu Amazon Web Services und 55 zu Google Cloud Platform, jeweils mit Quelle. Damit ruht das Urteil auf dem Bestand und nicht auf Marketing.

Hat Amazon Web Services oder Google Cloud Platform mehr Schwachstellen?

Google Cloud Platform kommt in diesem Bestand auf 31 zugeordnete Meldungen, Amazon Web Services auf 0. Dieser Vergleich wird leicht falsch gelesen. Ein Register hält fest, was Forschende gefunden und was der Anbieter offengelegt hat. Ein weit verbreitetes Produkt mit einem funktionierenden Offenlegungsprozess sammelt deshalb mehr Einträge als eines, das niemand prüft. Eine niedrige Zahl kann genauso gut für eine kleine Installationsbasis stehen oder für einen Anbieter, der wenig veröffentlicht. Beide Zahlen sind zudem unterschiedlich genau gemessen: Ein Eintrag zählt hier erst, wenn ein Register ihn an ein namentlich benanntes Produkt bindet, und 29 Einträge zu Amazon Web Services sowie 9 zu Google Cloud Platform erfüllen das nicht. Genauer hinsehen lohnt sich bei den Einträgen im CISA-Katalog bekannt ausgenutzter Schwachstellen: 0 bei Amazon Web Services, 0 bei Google Cloud Platform.

Wie unabhängig sind die Belege zu Amazon Web Services und Google Cloud Platform?

98 Prozent des Bestands zu Amazon Web Services und 100 Prozent des Bestands zu Google Cloud Platform stammen aus Quellen, auf die der jeweilige Anbieter keinen Einfluss hat: staatliche Schwachstellenregister, öffentliche Diskussionen aus der Praxis und eine feste Liste anerkannter Analysten und neutraler Fachpresse. Was ein Anbieter über sich selbst veröffentlicht, bleibt im Bestand und ist als Anbieterangabe gekennzeichnet.

Was lässt dieser Vergleich von Amazon Web Services und Google Cloud Platform aus?

Preise, Vertragsbedingungen, Kündigungsfristen, Supportzusagen und den aktuellen Geltungsbereich jedes Zertifikats. Nichts davon steht in einem öffentlichen Register, es kommt vom Anbieter und gehört in die Verhandlungsakte. Ebenso fehlt die Passung zu Ihrer bestehenden Systemlandschaft und zu Ihrem Compliance-Umfang, denn das sind Eigenschaften Ihres Unternehmens und nicht eines Produkts aus dem Bereich Cloud und souveräne Cloud.

Warum veröffentlicht nexalign das, statt Amazon Web Services und Google Cloud Platform in eine Rangfolge zu bringen?

Weil eine Rangfolge den Käufer erfinden müsste. Jeder Quadrant und jedes Punkteblatt unterstellt stillschweigend eine Gewichtung, die zur Entscheidung von jemand anderem gehört. nexalign veröffentlicht den Bestand und lässt die Gewichtung dort, wo sie hingehört: in DecisionOS, gesetzt von den Menschen, die das Ergebnis anschließend vertreten müssen.

Die vollständigen Bestände

Zwei Bestände sind noch keine Entscheidung

Die Wahl zwischen Amazon Web Services und Google Cloud Platform hängt daran, welche Kriterien für Sie zählen, wie schwer jedes wiegt, welche Bedingungen hart sind und wer das Ergebnis am Ende unterschreibt. DecisionOS nimmt denselben Belegbestand, misst ihn an den Kriterien Ihrer konkreten Entscheidung und liefert ein Memo, das vor Geschäftsführung und Revision standhält.

Amazon Web Services oder Google Cloud Platform: die öffentlichen Belege zu beiden im Vergleich | DecisionOS by nexalign