Glossary term
Entscheidungsinfrastruktur
Also: Decision Infrastructure
Die zweckgebaute Software- und Prozessschicht, mit der Unternehmen eine einzelne komplexe Entscheidung strukturiert, nachweisbar und auditierbar durchziehen. Keine Recherche-, keine Procurement- und keine Chat-Schicht, sondern die dazwischen.
Entscheidungsinfrastruktur ist der Gegenbegriff zu ad-hoc Entscheidungsprozessen. Anstelle von verstreuten Tabellen, Slide-Decks, Anbieter-Calls und Slack-Threads kapselt die Entscheidungsinfrastruktur alle Artefakte einer Entscheidung in einer einzigen strukturierten Darstellung.
Die Grundelemente: Trigger, Optionen, gewichtete Kriterien, Dealbreaker, Stakeholder, Evidenz, Risiken, Entscheidung, nächste Schritte. Jedes Element ist versioniert, zitierbar und auditfähig.
Für regulierte Unternehmen unter NIS2 oder DORA wird Entscheidungsinfrastruktur zur Pflichtbasis, weil die Regulatorik die Rekonstruierbarkeit von Entscheidungen verlangt, die Excel und E-Mail strukturell nicht liefern können. DecisionOS ist ein Beispiel für eine solche Schicht.
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Decision memo
A short structured document that captures why a decision was made, the options considered, the crite…
Defensible record
A single versioned artefact that captures a decision in enough structure, with enough evidence and s…
Audit-ready decision
A decision whose record is structured, evidence-backed and stakeholder-signed to a level that a thir…
