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Branche · Banken & Finanzdienstleister

DecisionOS für Banken und Finanzdienstleister

Banken und Finanzdienstleister treffen IT-Entscheidungen unter der dichtesten Regulatorik in Europa: DORA, MaRisk (AT 7.2), BAIT, KWG, EBA-Outsourcing-Guidelines und NIS2 fließen gleichzeitig ein. DecisionOS ist die Infrastruktur, die jede materielle IT-Beschaffungs- oder Auslagerungsentscheidung in ein strukturiertes, auditfähiges Decision Memo überführt, das direkt in Art. 28–30 DORA und in die MaRisk-Evidenz einspeist.

TL;DR

Banken entscheiden unter DORA, MaRisk, BAIT gleichzeitig. DecisionOS liefert das Memo, das alle drei Prüfer akzeptieren.

Regulatorik im Überblick

DORANIS2MaRisk AT 7.2BAITKWG §25bEBA-Outsourcing-GuidelinesISO 27001

Regulatorischer Kontext

Für ein typisches deutsches Kreditinstitut greifen bei einer IT-Beschaffungsentscheidung mindestens DORA (seit 17. Januar 2025 anwendbar), MaRisk AT 7.2 und BAIT gleichzeitig. Für systemrelevante Häuser kommen SSM-Erwartungen der EZB hinzu. Das Memo muss alle gleichzeitig bedienen.

DORA ist der dominante Rahmen: Art. 5 (ICT-Risikomanagement-Framework), Art. 17–23 (Incident-Management und Meldung), Art. 24–27 (Digital Operational Resilience Testing, inkl. TLPT für signifikante Entitäten), Art. 28–30 (ICT-Drittanbieter-Risiko, Register, Vertragsklauseln) und Art. 45–49 (Informationsaustausch).

MaRisk AT 7.2 fordert ein angemessenes IT-Risikomanagement, klare Verantwortlichkeiten und dokumentierte Entscheidungen über Technologieausstattung und -architektur. BAIT präzisiert das auf Informationssicherheit, Benutzerberechtigungen, Projekte und Auslagerungen.

Typische Entscheidungen

Dealbreaker (nicht verhandelbar)

  • EU-Datenresidenz mit Schlüsselkontrolle

    DORA Art. 28 und EBA-Guidelines erwarten nachweisbare Hoheit über Verschlüsselung und Datenfluss. US-CLOUD-Act-Exposition ist häufig ein Ausschlussgrund.

  • Dokumentierte Exit-Strategie pro kritischem ICT-TPP

    DORA Art. 28 Abs. 8 verlangt explizit den getesteten Ausstieg. Ohne geht die Vertragsklausel nicht durch.

  • Pflichtklauseln nach DORA Art. 30

    Audit-Rechte, Sub-Outsourcing-Kontrolle, Incident-Reporting. Alles explizit im Vertrag oder nicht relevant.

  • BaFin-meldefähiges Incident-Reporting

    Cascade 24/72/30. Getestet, nicht nur prozessual. Ein untrainierter Meldeprozess reißt die BaFin-Prüfung.

Wo DecisionOS in den Prüf-Trail einspeist

Das Decision Memo aus DecisionOS ist die strukturierte Antwort auf die Frage "Warum genau diese Lösung, dieser Anbieter, dieses Design?" — exakt die Frage, die BaFin-Prüfer, die interne Revision und externe DORA-Auditoren stellen.

Das Memo mappt direkt: Kriterien und Gewichtungen → Art. 5 DORA und MaRisk AT 7.2. Dealbreaker → DORA Art. 28 Eignungsprüfung. Evidenz pro Claim → Art. 28 Due Diligence. Stakeholder-Alignment → MaRisk AT 5 Governance. Residualrisiken → DORA Art. 6 Risikotoleranz. Readiness-Score → internes Signal für Prüfreife.

Typische Anwendungsfälle

Cloud-Workload-Migration mit Sovereign-Cloud-Option: Hauptentscheidung + mehrere abgeleitete Entscheidungen (IAM-Integration, Log-Management, Exit-Plan). Jede als eigenes Memo.

Wechsel des Core-Banking-Zulieferers oder Kernbanksystem-Modernisierung: multi-Stakeholder-Entscheidung mit Vorstand als Approver, über Monate versioniert.

EDR/XDR-Ablösung: kompakte Entscheidung, aber muss durch Compliance, Betrieb und Budget — DecisionOS komprimiert auf wenige Arbeitstage bei voller Audit-Tiefe.

Hosting und Datenhoheit

DecisionOS wird ausschließlich in der EU betrieben (Hetzner, Nürnberg). Kein Third-Party-Tracking, selbst gehostete Analyse, AVV nach Art. 28 DSGVO mit dem Hoster. Das ist für DORA-relevante Workloads der regulatorische Default, nicht eine Option.

FAQ

Kann DecisionOS für DORA-relevante Entscheidungen verwendet werden?

Ja. Das Decision-Memo-Format ist bewusst so geformt, dass es in die Art. 28–30 DORA-Evidenzkette passt. Auditrechte und Vertragsklauseln bleiben bei der Procurement-Suite und beim juristischen Dokument; DecisionOS liefert die strukturierte Entscheidungsgrundlage, die dem Vertrag vorausgeht.

Deckt DecisionOS MaRisk und BAIT ab, oder ersetzt es GRC-Tools?

DecisionOS ersetzt keine GRC-Plattform wie ServiceNow GRC oder OneTrust. Es ergänzt sie: GRC bildet kontinuierliche Risiken und Kontrollen ab, DecisionOS liefert das Memo pro materieller Einzelentscheidung. Das Memo wandert als Evidenz in das GRC-System.

Wie verhält sich DecisionOS zu Consulting-Unterstützung (Big4, spezialisierte DORA-Beratung)?

Beratung strukturiert das Programm (Gap-Analyse, Rollout-Plan, initiale Policy-Landschaft). DecisionOS ist die Infrastruktur für die wiederkehrenden Einzelentscheidungen innerhalb des Programms. Beide koexistieren typischerweise.

Welche Daten bleiben wirklich in der EU?

Alle Anwendungsdaten werden in Deutschland verarbeitet. Transaktionale E-Mails laufen über einen GDPR-konformen Anbieter (Resend) unter dem EU-US Data Privacy Framework. Für reine Inhouse-Betriebsmodelle mit strengster Datenresidenz ist ein dediziertes Deployment möglich.

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